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Was ist Coaching?

Beim Coaching handelt es sich um ein vertrauliches, freiwilliges Arbeiten unter vier Augen, bei dem es primär um das Erreichen der Ziele des Coachees (der Klienten) geht.

Coaching soll Veränderungs- und Selbsterkenntnisprozesse ermöglichen. Die Eigenwahrnehmung des Klienten wird erweitert, das eigene Verhalten wird für ihn selbst versteh- und steuerbarer. Er erlebt eine verantwortliche Zunahme seiner Wahlmöglichkeiten im Denken, Fühlen und Handeln.

Unser Coachingbegriff geht davon aus, dass jeder Mensch alle Ressourcen hat, um seine Verhaltensprobleme zu lösen - manchmal hat er sie in bestimmten Momenten und Kontexten nur nicht zur Verfügung. Bei guten Coachings geht es nie darum etwas „wegzumachen", sondern immer um eine Ergänzung. Der Coach arbeitet explorativ-additiv (hinzufügend), nicht defizitäreliminierend.

Beim Coaching werden im verschwiegenen, experimentellen Kontext neue Erfahrungen, neues Erleben für den Klienten möglich und ausprobierbar. Einschränkungen im Denken und Verhalten werden erkannt und ressourcenorientiert bearbeitet. Und: Der Klient erfährt sich selbst als Quelle seiner Veränderungswünsche, -möglichkeiten und –handlungen.

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Spielregeln

Spielregeln

Coaching, als spezielle Feedback- oder Unterstützungs-Dienstleistung, braucht Vereinbarungen und Regeln, die grundlegende Fragen beantworten. Dadurch bekommt das soziale Ereignis Coaching eine eigene Struktur und kann so für den Coachee überhaupt erst ein schützender Rahmen sein. Zum Coaching gehört unabdingbar

Verschwiegenheit: Alles, was besprochen wird, ist vertraulich und verbleibt zwischen den Coachingpartnern, es sei denn, der Klient will es anders.

Freiwilligkeit: Sie sollte auf beiden Seiten gegeben sein, also auch beim Coach, der sich nicht von einem bestimmten Coaching-Auftrag ökonomisch abhängig machen darf.

Unabhängigkeit: Der Coach sollte sich nicht dazu verpflichten lassen, den Klienten zu bewerten, Ergebnisse aus den Sitzungen weiter zu geben oder geheime Aufträge des Geldgebers zu akzeptieren, wie z.B. bestimmte inhaltliche Ergebnisse gegen den Willen des Klienten zu forcieren - es sein denn, er selbst und sein Klient stimmen ausdrücklich zu. Das Wissen oder die Befürchtung des Coachees, dass der Coach heimliche Abhängigkeiten vom Geldgeber akzeptiert, belastet die Coaching-Beziehung - bis hin zum Totalverlust der Arbeitsgrundlage.

Selbstverantwortlichkeit: Der Klient wird nicht mit Lösungen „bedient", sondern nutzt selbstverantwortlich den zur Verfügung stehenden Raum, die vorhandene Zeit und die Möglichkeiten der Beziehung zum Coach.

Der Inhalt des Coachinggesprächs ist für den Coachee frei wählbar und wird nicht vom Coach oder Dritten bestimmt.

Der Coach ist nicht der „Besserwisser mit den Patentlösungen in der Tasche", sondern er hilft zu „sortieren" - er ist Begleiter und eventuell auch Führer in wichtigen geistig-emotionalen Prozessen.

Der methodische Rahmen wird bewusst offen gehalten (auch für andere Methoden und Techniken - je nach Kompetenz des Coachs -, wie z.B. Entspannungsübungen, Videotraining oder Phobiebehandlung) und ermöglicht es, weg von vorschnellen und isolierten Sachlösungen und hin zu Persönlichkeits- und systemorientierten Lösungen zu kommen.

Der Coach ist jemand, der anregt, „vom Weg abzukommen, um die Gegend kennen zu lernen", manchmal auf etwas unkonventionelle Art (z.B. kann zehn Minuten Schweigen eine phantastische Intervention zur Erforschung der „inneren Gegend" sein).

Coaching ist eine professionelle Beziehung, d.h. eine bezahlte Dienstleistung und keine private Freundschaft. Während der professionellen Coachingbeziehung gehören private Einladungen (aller Art) nicht dazu. Unpassend ist natürlich auch das Besprechen von Anliegen, Wünschen und Problemen des Coaches.

Coach und Klient benötigen einen geschützten, klar abgegrenzten Zeitrahmen und eine störungsfreie Umgebung. Beides stellt sicher, dass im Coaching alle Möglichkeiten genutzt werden können und auch unkonventionelle Vorgehensweisen offenstehen (die z.B. Dritten erst lange erklärt werden müssten, sollten diese zufällig in eine Sitzung „hineinplatzen").

 

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